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1. Todesangst, Thai-Airways und Tom Hanks

Es hätte ganz anders laufen sollen….

als der Tag begann, war der lange Weg in das ferne Russland bis auf das Kleinste geplant. Koffer packen, mit der Bahn Richtung Frankfurt Airport fahren, ins Flugzeug steigen, in Moscow umsteigen, nach Ekaterinburg fliegen und von dort aus mit dem Auto nach Chelyabinsk. Doch das Schicksal meinte es anders mit mir.

Den ersten Strich durch meine Rechnung machte der Koffer, der unverschämt schwer wurde und  mir das ständige Umsteigen zwischen den Bahnen nach Frankfurt fast unmöglich machte. Und als ob das nicht genug wäre, besaßen sowohl die Rolltreppe in Mannheim Hbf, als auch der versiffte Aufzug in Frankfurt Niederrad die Frechheit außer Betrieb zu sein.

Dank zahlreicher freundlicher Helfer des männlichen Geschlechts kam ich - vollkommen erschöpft - in Frankfurt Airport an und musste feststellen, dass meine Reiseagentur, weder Flugnummer, noch Terminal und Gate auf meinem Ticket angegeben hat. In Tränen aufgelöst lief ich kreuz und quer durch den Flughafen und versetzte schon die restlichen Fluggäste in Angst und Schrecken, als endlich ein netter Info-Stand-Mann mich an der Hand packte und zu dem richtigen Schalter zerrte. Die Reiseagentur werde ich bei meiner Rückkehr auf Schmerzensgeld verklagen.

Nach einigen Stunden Flug und mehreren Reisetabletten kam ich in Moscow an, am Airport Domodedovo, das mit seinen Restaurantketten, Boutiquen und sogar einem Miniaturkino selbst den penibelsten europäischen Ansprüchen genügen würde. Doch auch hier war ich nicht willkommen … nachdem ich mich am Check-In-Schalter gegen eine Menschenmasse russischer, gegen alles abgehärteter Einheimischer bewährt habe, musste ich erfahren, dass der Flug sich auf unbestimmte Zeit verspätet.
An dieser Stelle ein Paar interessante Fakten über die Transaero Airline: sie zählt neben Aeroflot zu den größten, ist aber vor allem die älteste Airline Russlands und berühmt für ihre Zuverlässigkeit. (Sicher. Die Deutsche Bahn ja auch.)

So sitze ich nach stundenlangem Warten hier am Flughafen - am verhungern und verdurtsten, da ich noch keine russsichen Rubel habe, um etwas kaufen zu können – und denke darüber nach, wie ich in Frankfurt an den Check-In-Schaltern von Thai-Airways vorbeilief und für einen Moment den Wunsch verspürte mich dort anzustellen. Jetzt frage ich mich, warum ich das nicht getan habe. Nun bleibt mir nur noch die Hoffnung, dass Transaero Mitleid mit mir bekommt, sobald ich gezwungen bin – wie eins Tom Hanks in „Terminal“ – am Airport Domodedovo um Essen zu betteln und mich auf der Toilette zu waschen….

3.7.09 15:33
 


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